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Margaret Bartons Geschichten Ecke


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4 replies to this topic

#1
GM Esuna

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Hier ist Platz für eure Geschichten!

 

Ich beginne mal mit einer alten Kurzgeschichte:

 

Der Stern Esuna

 

Einst stand in einer großen Stadt noch ein altes Puppentheater. Dort erwachten, für eine kleine Münze nur, die Puppen zum Leben und tanzten zu einer einfachen Melodie.

Ein kleines Kind, dass kaum richtige Schuhe trug, setzte sich eines Nachts vor das Theater und warf eine Münze ein. Keiner wusste, wie hart das Kind dafür gearbeitet haben muss.

Die Marionette öffnete die Augen und erhob sich. Sie tanzte geschwind im Kreise, kleinere Marionetten hüpften dazu. Das kleine Kind lächelte und klatschte für die Puppen, seine Augen strahlten voller Freude. Doch es schien, als lächelte die Tänzerin ihr zu.

Dann war der Spuk vorbei und die kleinen Puppen sanken nieder, nur die Marionette kniete sich hin.

Das Kind suchte in seinen Taschen, ob es nicht noch eine kleine Münze fand. Doch leider hatte es kein Geld mehr und weinte sehr. Als wollte gerade gehen, da stand die Marionette wieder auf und die Melodie begann erneut zu spielen. Das Kind drehte sich um und freute sich sehr.

Die Marionette tanzte und tanzte und das Kind klatschte für sie. Es ging bis zum Morgengrauen, dann sank die Puppe nieder und stand nicht wieder auf. Das Kind ging vergnügt, wieder auf den Markt um zu arbeiten. Erst als die Nacht hereinbrach kam das Kind wieder und setzte sich. Die Puppe sie stand nicht auf und das Kind wartete und wartete, doch es passierte nichts. Erst als der Mond an seiner höchsten Stelle stand, stand sie auf und drehte sich im Kreise. Sie lächelte dem Kind zu und ihr blaues Kleid schwang umher. Das Kind freute sich wieder. So verging Stund um Stund bis die Sonne am Horizont aufging und die Puppe wieder nieder sank.

So vergingen einige Tage, das Kind aber kam jede Nacht wieder. Die Puppe tanzte ganz allein für es. Doch mit jeden Tag wurde das Kind dünner.

Nach dem einige Tage vergangen und das Kind kaum noch laufen konnte, tanzte die Puppe nur noch ein einziges Mal. Das Kind wartete, doch sie tanzte nicht weiter.

Die Marionette riss ihre Schnürren von der Halterung und sie fielen herab. Auch die Puppe fiel zu leblos zu Boden. Das Kind schleppte sich zu ihr.

Plötzlich erhoben sich die Schnürren und wurden länger und länger und schwebten dem Himmel empor. Die Puppe stand wieder auf und auf ihren kleinen Holzfüßen ging sie Schritt für Schritt unsicher zu dem Kind hin. Dann stand es vor ihm, der Wind wehte ihr durch die Haare und ihr blaues Kleid. Ihre Hand hob sich und legt sich dem Kind auf dem Kopf. Doch das Kind schaute die Puppe nur mit großen Augen an und die Puppe, sie lächelte.

„Kleines Kind, ich bin jetzt für dich da.“, sprach dann eine leise, sanfte Stimme aus der Puppe, nur bewegte sich der hölzerne Mund nicht. Das Kind schaute die Puppe weiter an.

Dann öffnete die Marionette die Arme und drückte das Kind an sich. Ein Herzschlag konnte das Kind hören.

„So wie du mir Leben schenktest, schenk ich dir deines.“, sprach die leise, sanfte Stimme.

Das Kind erschrak, hinter ihm waren Schritte zu hören.

„Ich bin der Stern Esuna.“, sprach die leise, sanfte Stimme. Die Schritte waren hinter dem Kind und es dreht sich um.

Dort standen zwei Menschen, die das Kind mir großen Augen ansahen. Dann fing das Kind an zu weinen und sprang ihnen in den Armen, es schrie: „Mama! Papa!“

Die Eltern weinten: „Wir haben dich überall gesucht!“

Die Eltern drückten das Kind fest an sich und wollten es nie mehr los lassen. Jedoch entsann das Kind sich der Puppe und schaute nach ihr.

Die Puppe, sie lächelte nur und ging Schritt für Schritt davon. Dann verschwand sie im Dunkel der Nacht.

Auch die Eltern sahen der Puppe nach, nur das Kind winkte ihr zum Abschied.

Das Mann fragte die Frau: „War das ein Geist?“

Doch die Frau zuckte nur mit den Schultern.

„Das war Esuna!“, sagte dann das Kind.

„Eine Geister-Marionette?“, fragte die Frau und das Kind kicherte.

Die Eltern trugen das Kind in ihr Haus. Sie hatten nicht viel, doch das Wichtigste war wieder da: Sie hatten wieder Einander.

In der nächsten Nacht lag die Familie im Bett und schlief, der Mond schien zum Fenster herein. Die Puppe setzte sich an das Fenster und die leise, sanfte Stimme sang ein Lied für sie, bis sie wieder in der Nacht verschwand.

„Ich bin der Stern Esuna und du hast mich zum Leben erweckt, ich Danke dir sehr.“, hörte man die leise Stimme sagen.


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                  ~ Im Wald der Träume,

                                           fliegen Gedanken wie

                                      Seifenblasen umher. ~

 

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#2
Eternity

Eternity

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Sehr schöne geschichte :)
Danke das du sie mit uns geteilt hast


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#3
GM Esuna

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Darfst dir gern eine weitere wünschen, also Thema, Personen oder irgendwas was darin vorkommen soll.


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#4
GM Esuna

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Ein kleiner Ort

 

Vor einiger Zeit, in einen kleinen Ort nicht weit von hier, da lebte ein kleines Mädchen in einen großen Haus.

Es ging jeden Tag in ein anderes Zimmer zum spielen. Manchmal ging es auch ein paar Zimmer zurück. So groß war das Haus.

In dem kleinen Ort gab es nicht viele Menschen, also schaute auch nie jemand nach dem Kind.

Doch...so ganz allein in den großen Haus, da konnte es nur schwer einschlafen.

Sicher half ihr dabei auch oft ihr Plüschbär dabei, aber an diesen einen Tag da half auch er nicht mehr...

So lag sie wach da und beobachtete die Schatten, die sich an den Wänden bewegten, die Geräusche eines alten Hauses und das Brummen des kleinen Bären.

Doch da war aufeinmal ein neue Geräusch! Es klang wie ein Schritt, aber es doch niemand da.

Ein paar Minuten vergingen, doch dann wieder ein Schritt!

Die Schritte kammen immer näher und näher....dann öffnete sich die Tür des Zimmers. Das Mädchen zog die Decke hoch bis zu den Augen. Doch als sie genau hinsah, stand dort eine Frau.

Sie lächelte so lieb. Das Mädchen hatte auch keine Angst mehr.

Die Frau kam näher an das Bett und setzte sich zu ihr. Sie nahm die Hand des Mädchens und streichelte ihr über das Haar.

Dann fragte die Frau ganz leise: "Kannst du nicht schlafen, meine Kleine?"

Das Mädchen schüttelte den Kopf.

Dann sagte die Frau: "Dann mächte ich dir etwas zeigen." Und sie nahm ein  Bilderbuch zur Hand.

Sie schlug die erste Seite auf und darauf war ein Wald zu sehen.

Doch kaum hatte das Mädchen nur einen Blick auf die Seite geworfen, so stand ihr Bett mit der Frau in diesen Wald!

"Sie nur, die Sterne, sie leuchten so sacht.", sprach die Frau und zeigte hoch in die Baumwipfel.

Das Mädchen sah nach oben und sah wirklich durch die ganzen Blätter die Sterne am Himmel leuchten.

Die Frau zeigte auf etwas anderes und das Mädchen schaute hinterher. Sie sah den Mond, groß und hell leuchtend am Himmel stehen.

"Sieh nur, alle Tiere schlafen", sagte die Frau und zeigte auf ein paar Vögel, auf ein paar Hasen, auf einen Bär und noch andere Tiere, die alle schliefen.

Dann blätterte sie ihr Buch um. Auf der Seite war ein großer Park, mit einem See. Und ehe das Mädchen sich versehen konnte, stand ihr Bett in diesem Park.

"Horsch, mein Kind, der Wind wiegt die Blümelein auf ihren Stengeln in den Schlaf.", sagte die Frau.

Und das Mädchen lauschte dem Wind, er hauchte ganz sanft durch die Blumen und sie sah, wie sich alle Blumen wiegten und ihre Blüten schlossen.

"Hörst du, wie das Wasser sich bewegt?", fragte die Frau und das Mädchen hörte, wie das Wasser in kleinen Wellen auf dem See wog.

Dann blätterte die Frau wieder um, auf der Seite war eine Stadt zu sehen und ehe das Mädchen sich versah, stand ihr Bett auch schon dort.

"Siehst du die Fenster dort? Eine Mutter bringt ihre Kinder ins Bett.", sagte die Frau und das Mädchen sah dahin.

Hinter dem Fenster stand eine Frau, die gerade ihre zwei Kinder zu deckte und ihnen einen Kuss gab.

"Siehst du die dunklen Fenster?", fragte die Frau und das Mädchen nickte. "Alle Menschen schlafen nun", sagte die Frau weiter.

"Und siehst du auch die Häuser?", fragte die Frau.

Das Mädchen nickte und sah, wie eines der Häuser gähnte und auch seine Fenster schloss.

Dann blätterte die Frau um, auf der Seite war der Sternen himmel zu sehen und ehe das Mädchen sich versah, stand auch ihr Bett dort.

"Siehst du, wie die Sterne leuchten?", fragte die Frau und das Mädchen nickte.

Sie sah wie die Sterne ihre Augen schlossen und noch heller leuchteten als vorher.

Wie der Mond ihnen eine leise Melodie vorsummte und wie die Wolken ihm dabei halfen.

"Alles will nun schlafen, mein Kind, denn jeder weiss, dass etwas auf ihn aufpasst.", sagte die Frau.

Da wuurde das Mädchen traurig und blätterte die Seite selbst um. Es war ihr Zimmer, indem sie nun wieder war.

"Auch du, hast jemanden der auf dich aufpasst und über dich wacht.", sprach die Frau.

Und sie nahm das Mädchen sanft in ihre Arme und wog sie hin und her. Sie flüsterte leise in ihr Ohr: "Denn ich bin deine Mama und liebe dich sehr."

Das Mädchen aber schlief schon längst und lächelte glücklich.


                  ~ Im Wald der Träume,

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#5
GM Esuna

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Der Schnee, weißer Zauberpuder

 

Leise legt sich nieder, auf die müden Blumenglieder, ganz sanft aus weißem Puder.

Jedes Geräusch erlischt, wird dumpf und wieder nicht gehört.

Das Leben wird gehalten, die Menschen zur Zweisamkeit behalten. Es wird ruhig.

So sinkt der weiße Zauberpuder und haucht nieder: "Ich komme immer wieder."

 

Kleine Sterne fallen nieder, heben die Hoffnung nun wieder.

Lieber Stern, du leuchtest so hell, bringst das kleine Herz zur Ruh'.

Erhellst das dunkle Labyrinth, damit ich dich auch dort noch find'.

Ich pass auf dich auf.

 

Die Räder der Zeit, sie drehen so weit.

Alles geht vorran, alles kommt irgendwann an.

Lieber Stern, du hälst sie an.

 

Es hat geschneit und so weit.

Doch die Herzen haben es nicht gehört...


                  ~ Im Wald der Träume,

                                           fliegen Gedanken wie

                                      Seifenblasen umher. ~

 

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